In vier Tagen zur rasenden Reporterin: Mein Praktikum bei AR-Kreativ&Media

Mit den Worten „Morgen Mittag ist Druckschluss – wir brauchen noch einen Bericht über dein Praktikum für das Printmedium!“ begann das Problem: Wie und was schreibe ich über die dreieinhalb Tage meines Praktikantinnendaseins bei AR-Kreativ&Media?

Ich bin Sophie Schüttler, eine neunzehnjährige Studentin der Uni Paderborn und habe gerade das erste Semester hinter mich gebracht. Mit meinen Fächern Medienwissenschaften und Germanistische Sprachwissenschaften werde ich hoffentlich mehr als den berüchtigten Taxischein erreichen. Besonders qualifiziert für das journalistische Praktikum habe ich mich durch mein Studium aber nicht gefühlt.

Eine Spiegelreflexkamera hatte ich in meinem Leben bisher vielleicht drei Minuten in der Hand, meine Erfahrung mit dem Schreiben für Printmedien beschränkte sich auf die Kinderseite der OVZ und auf den örtlichen Gemeindebrief. Viel Wissen oder Erfahrung konnte ich also nicht in mein Praktikum mitbringen.

In den letzten dreieinhalb Tagen verwandelte ich mich mehr und mehr von der ahnungslosen Studentin zur rasenden Reporterin. Immerhin habe ich bisher einige dutzend Texte auf den Nachrichtenportalen Oberberg-Nachrichten.de, Suedwestfalen-Nachrichten.de und Mittelstand-Nachrichten.de veröffentlicht, habe schon an meinem zweiten Tag hier den ersten Pressetermin und seitdem zwei weitere ganz alleine wahrgenommen, Berichte geschrieben und veröffentlicht, hunderte Fotos mit der anfangs noch sehr respekteinflößenden Spiegelreflex-Kamera aufgenommen, eine eigene Bildergalerie auf Oberberg-Nachrichten.de hochgeladen und und und. Von wegen, Praktika bestehen aus Kopieren und Kaffeekochen!

Was ich ebenfalls nicht erwartet hätte, sind die Hilfsbereitschaft und die gute Stimmung im Team. Nachdem ich am ersten Tag alle kennen gelernt hatte, erklärte man mir ausführlich das Programm „WordPress“, auf dem die Nachrichtenportale von ARKM basieren. „Alles verstanden? Dann tob dich mal aus!“ waren die Worte, die mir viel mehr Selbstständigkeit erlaubten, als ich mir selbst zugetraut hätte.

Die Scheu vor der Spiegelreflexkamera habe ich inzwischen auch mehr als überwunden und möchte eigentlich gar nicht mehr aufhören, Fotos zu schießen und zu bearbeiten. Auch das Texteschreiben fällt mir wesentlich leichter, seit mir gesagt wurde, was ich noch verbessern kann und dass meine Berichte tatsächlich etwas taugen.

Wenn ich daran denke, was mir die ersten vier Tage hier an praktischen Erfahrungen gebracht haben, freue ich mich umso mehr auf die nächsten sechzehn Tage meines Praktikums. Auf jeden Fall habe ich jetzt eine Vorstellung davon, was ich später mit meinem Studium anfangen kann und weiß, dass das hier genau mein Ding sein könnte. Mal ganz abgesehen davon, dass sich ein freiwilliges Praktikum im Lebenslauf später sicher gut machen wird. Also kann ich, obwohl ich erst seit so kurzer Zeit hier bin, sagen, dass mein Praktikum bei ARKM eine richtig gute Entscheidung war!

Foto: Johanna Behrendt